Superman ade

„4:44“ von Jay-Z

Auf 4:44 lässt Jay-Z hinter der sonst kühlen Fassade des Geschäftsmanns mit Rags-to-Riches-Hintergrund einen verletzlichen Ehemann und Vater zum Vorschein kommen, der sich zu eigenen Fehlern bekennt. Mit dieser ungewohnten Offenheit und einem Soundentwurf, der es nicht nötig hat, aktuellen Szenetrends hinterherzulaufen, stellt der „God-MC“ die Weichen für sein vermutlich bestes Studioalbum seit dem Rücktritt vom Rücktritt vor elf Jahren. Weiterlesen „Superman ade“

„Miss 20 Something“ auf Sinnsuche

„Ctrl.“ von SZA

An Top Dawg Entertainment führte 2017 bisher kein Weg vorbei. Nur wenige Wochen nach Kendrick Lamars DAMN. legte das kalifornische Independent-Label jetzt in Zusammenarbeit mit RCA Records ein weiteres lang erwartetes Release vor: SZAs oft verschobenes Debütalbum Ctrl. Darauf macht die Sängerin musikalisch eine ganze Menge richtig, trifft inhaltlich den Zeitgeist ihrer Generation – und löst trotz allem (noch) nicht ihr volles Potenzial ein. Weiterlesen „„Miss 20 Something“ auf Sinnsuche“

Neue Vorzeichen, gleicher Hunger

„DAMN.“ von Kendrick Lamar

Seit er sich auf seiner selbstbetitelten EP vor nunmehr acht Jahren von dem Alter Ego „K.Dot“ verabschiedete, hat Kendrick Lamar eines nie: enttäuscht. Das Mixtape O(verly) D(edicated) zeigte 2010 eindrucksvoll, welch schier unerschöpfliches Potenzial in diesem jungen MC aus Compton steckt. Mit Section.80 folgte darauf ein Album, das all diese Potenziale voll und ganz einlöste. Doch da fing Lamar gerade erst an: Weiterlesen „Neue Vorzeichen, gleicher Hunger“

Die Wiedergeburt des Freddie G.

„You only live 2wice“ von Freddie Gibbs

„I show you how in one summer one nigga could lose it all“

Würde man Freddie Gibbs‘ letzten Sommer als eine ereignisreiche Zeit beschreiben, so wäre das stark untertrieben: Eine Festnahme in Frankreich, unmittelbar bevor dort eigentlich ein Konzert seiner Europa-Tournee beginnen sollte, und drei harte Monate in einem österreichischen Gefängnis liegen hinter ihm. Weiterlesen „Die Wiedergeburt des Freddie G.“