Nas – The Lost Tapes IV

Die verborgenen Songperlen des Nasir Jones (Teil 3)

Obwohl ein solcher in den letzten 15 Jahren immer mal wieder angekündigt wurde, warten Nas-Fans bis heute vergeblich auf einen Nachfolger zu dessen Kompilationsalbum The Lost Tapes. In einer dreiteiligen Mixtape-Reihe schafft beatsbooksandcigarettes jetzt Abhilfe. Der abschließende Teil der inoffiziellen Lost-Tapes-Trilogie versammelt ein letztes Mal 24 Perlen aus Nas‘ Songkatalog, die jemand, der nur mit dem klassischen Albenkanon des Rappers vertraut ist, vermutlich verpasst hat.

The Lost Tapes IV ist gleichzeitig der auf den ersten Blick unrundeste Teil der Mixtape-Reihe wie der, in dem gerade deswegen die meiste Feinarbeit steckt. Denn wo die ersten beiden Teile noch ohne großartige Nachbearbeitung ein stimmiges Gesamtbild ergaben, musste hier ab und an mit Interludes und Song-Übergängen nachgeholfen werden, die so in den Original-Versionen der Songs nicht zu finden sind. An mancher Stelle („Livin‘ It“, „Hope“) mussten sogar ganze Beats nachgebaut und überarbeitet werden, um unerträglichen DJ-Tags und unhörbar schlechter Soundqualität ein Schnippchen zu schlagen.

Das Mixtape beginnt mit fünf Tracks aus den Sessions zu Nas‘ Untitled-Album – darunter eine ebenfalls von Stargate produzierte, unveröffentlichte Vorab-Fassung des Songs „America“ –, kehrt dann kurz („The Season“) im Jahr 2013 ein, um einen Track später einen enormen Zeitsprung zurück in die Entstehungsphasen von Nas‘ 90er-Klassikern Illmatic und It Was Written zu machen. Nach „I‘m A Villain“, einem noch vor Illmatic entstanden Track, dessen Lyrics später in Teilen einen Platz auf Nas‘ Debütplatte finden sollten, geht es dann wieder unverhofft in die 2000er zurück.

Nicht nur die wilden Zeitsprünge unterscheiden dieses Mixtape von den beiden Vorgängern, auch sind diesmal untypischerweise einige Tracks dabei, die tatsächlich veröffentlicht wurden – und das sogar auf offiziellen Nas-Releases. „I‘m A Villain“ etwa erschien jüngst 20 Jahre verspätet auf der 20th Anniversary Edition von Illmatic, „On the Real“ und „Star Wars“ waren Teil der zehn Jahre zuvor erschienen ersten Jubiläumsauflage des Klassikers. „Trust“ derweil war zwar in der iTunes-Version des aktuellsten Nas-Albums Life is Good enthalten, blieb Käufern des physischen Releases aber leider vorenthalten.

Ausführliche Informationen zu den Ursprüngen und Entstehungsumständen aller enthaltenen Tracks (soweit nachvollziehbar) folgen, wie gewohnt, nach und nach weiter unten auf dieser Seite.

Nas – The Lost Tapes IV
(mixed and compiled by beatsbooksandcigarettes)

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Tracklist:
01. Proclamation (Nigger Hatred)
02. Be A Nigger Too
03. America (Original Version)
04. Association (feat. Stic Man of Dead Prez)
05. What It Is (Esco Let’s Go)
06. The Season
07. Livin‘ It
08. On The Real
09. Understanding
10. Life Is Like A Dice Game
11. Fast Life (Buckwild Remix) (feat. Kool G Rap)
12. High
13. One On One
14. I’m A Villain
15. Too Hot (feat. 50 Cent & Nature)
16. Escobar ’97
17. Ghetto (feat. Joell Ortiz)
18. Street Dreams (Remix) (feat. R. Kelly)
19. Tick Tock (feat. Prodigy)
20. Thugz Mirror (Freestyle)
21. Star Wars
22. In Too Deep (feat. Nature)
23. Trust
24. Hope (Original Version Reworked)

Stream-Möglichkeiten:

Hearthis.at

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